Bereits vor 150 Jahren gehörten Niederdorf und das Hochpustertal zu den Pionier-Regionen des Tiroler Fremdenverkehrs. Niederdorf tat sich besonders durch seine Lage inmitten einer waldigen Landschaft mit zahlreichen Heilbädern sowie die engagierte Gastgeberin Emma Hellenstainer hervor. Der Hochadel aus Wien und München verbrachte seine Sommerfrisch in Niederdorf und lies sich hier kurieren.
Noch heute herrscht in Niederdorf ein gesundes Klima, das für einen Kuraufenthalt besonders gut geeignet ist. Deshalb ist
Niederdorf auch das 1. Kneipp für mich® Erlebnisdorf in Italien.
- Kneipp für mich® Aktivpark: der Aktivpark lädt zu selbstständigem Aktivwerden ein. Wandeln Sie durch den Park und nutzen Sie Armbad, Gesichtsbecken, Wassertreten, Tautreten und Barfußweg. Auch eine Lehmpackung sollten Sie sich gönnen. Die verschiedenen Anwendungen stärken ihren Körper.
- Freiluftinhalatorium: Neueste Attraktion ist die Gradieranlage "Freiluftinhalatorium", die erste ihrer Art in Südtirol und Italien. Die Sole läuft über Latschenkiefer und Reisigbündel aus Schlehdorn und nimmt deren ätherischen Öle auf. Das Einatmen dieser salzhaltigen Luft ist besonders für Pollenallergiker und Asthmatikern gut und wirkt schleimlösend, reizmildernd, entzündungshemmend sowie vorbeugend und heilend bei chronischer Bronchitis und Nebenhöhlenentzündung. Auch eine Vitalisierung bei Ermüdungserscheinungen und Herz-Kreislauf- sowie Gefäßerkrankungen werden diesem "natürlichen medizinischen Wunderwerk" zugeschrieben. Darüber hinaus wird ein Gefühl der Ruhe und Entspannung vermittelt. Ebenso kann ein außerordentlich wohltuender Einfluss auf das vegetative Nervensystem festgestellt werden. Um ein optimales Ergebnis zu erzielen, wird empfohlen, das Gradierwerk mehrmals pro Woche aufzusuchen und jeweils über 30 Minuten lang zu inhalieren.
- Trinkpavillon: der neu errichtete Trinkpavillon wird von der bekanntesten Heilquelle des Dorfes, der aus Bad Maistatt gespeist. Es handelt sich dabei um oligomineralisches Wasser und soll bei Verdauungsstörungen, Stoffwechselstörungen, für die Atmungsorgane, hysterische Leiden und bei Unterleibbeschwerden helfen. Laut der ältesten medizinischen Abhandlung von 1675 soll das Wasser Salpeter, Vitriol und eine „goldschichtige“ Substanz enthalten. Das Wasser enthält nur einen ganz geringen Teil an Mineralstoffen. Da die Schüttung sehr gering ist, wird der Brunnen auch durch die Quellen gespeist, die bereits seit Jahren in der Anlage Verwendung finden. Bei einem Brunnenauslass fließt das Wasser über Bergkristalle aus dem Pustertal, die Lebendigkeit des Wassers wird somit wesentlich verstärkt.