Gesundheit bekommt man nicht im Handel, sondern durch den Lebenswandel.
Sebastian Kneipp

Sebastian Kneipp entwickelte im ausgehenden 19. Jahrhundert die
Wasserkur, auch Kneipp-Therapie genannt. Diese Form der Therapie bedient sich der Natur und ist überzeugt, dass Wasser die beste Medizin ist. Die Kneipp-Therapie wirkt insbesondere bei Stoffwechselproblemen - Herz-Kreislaufstörungen - tiefem oder hohem Blutdruck - vorzeitige Altersbeschwerden - Übergewicht – Diabetes - Migräne - Nieren- Blasen-, Prostataleiden - Einschlaf- und Durchschlafstörungen – schwachem Immunsystem und ist ideal zur Vorbeugung von Krankheiten.
Der
Höhenkurort Niederdorf im Hochpustertal - das 1. Kneipp für mich® Erlebnisdorf in Italien - hat sich dieser Therapieform angenommen und nutzt seine Quellen für das Heilverfahren. Im Dorfzentrum ist deshalb der Aktivpark mit Kneipp-Anwendungen entstanden.
NUR IM SOMMER!!!
- Das Armbad: Beide Unterarme werden bis zur Mitte des Oberarmes ins Wasser getaucht. So lange verweilen, bis eine Reaktion eintritt (Kribbeln, leichte Hautrötung). Nicht abtrocknen, Wasser abstreifen und durch Bewegung für gute Wiedererwärmung sorgen.Das kalte Armbad wirkt sehr erfrischend, regt den Kreislauf an und beruhigt das nervöse Herz.
- Das Gesichtsbecken: Augen wenn möglich öffnen, nach einigen Sekunden Kopf herausheben und Wasser abstreifen. Das Gesichtbad wirkt sehr erfrischend und führt zu einer guten Durchblutung der Gesichtshaut: Schönheitsguss. Dieses Bad vermindert die Katarrhanfälligkeit und härtet ab.
- Das Wassertreten: Warme Füße und Beine sind Voraussetzung, ebenso keine Anwendung unmittelbar vor oder nach dem Essen. Gehen sie vorwärts und heben sie dabei abwechselnd die Beine aus dem Wasser heraus: Storchenschritt. Die Dauer der Anwendung richtet sich nach der Reaktion (starkes Kältegefühl und Kribbeln) und muss, wenn diese eintritt, beendet werden. Nach dem Wassertreten nicht abtrocknen, sondern das Wasser abstreifen und für schnelle und gute Wiedererwärmung sorgen. Ein sehr gutes Abhärtungsmittel, sehr erfrischend. Günstig reagieren die Venen, daher zu empfehlen bei Krampfaderleiden.
- Das Tautreten: In der Naturwiese wachsen neben anderen Heilpflanzen hauptsächlich der Frauenmantel, auch Taubecken genannt. Die Blätter sind wie zu einer Schale gefaltet und am frühen Morgen liegt eine glänzende, kristallklare Perle Tau in ihrer Mitte. Spazieren sie barfuß zwei bis fünf Minuten im frischen Tau. Danach warme Socken anziehen und für Wiedererwärmung durch Bewegung sorgen. Anwendung bei Durchblutungsstörungen, Kopfschmerzen, Bluthochdruck, Krampfadern.
- Die Lehmpackungen: Lehm wirkt entzündungshemmend und hat eine hohe Absorptionsfähigkeit, er kann Gift- und Schadstoffe aufnehmen. An den betroffenen Stellen aufgetragen, wird die Durchblutung verstärkt. Das Gewebe wird aktiviert und die Giftstoffe werden abtransportiert. Anwendung: fingerdick auf die Haut auftragen. Die Packung bleibt liegen bis sie warm und hart geworden ist, meist ca. ½ bis 1 Stunde. Danach abwaschen. Anwendungsbereiche: Cellulitis, Hautunreinheiten, Venenentzündungen, Gelenksentzündungen.
- Der Barfussweg: Sebastian Kneipp hat großen Wert auf Barfuß laufen gelegt. Ziehen Sie ihre Schuhe aus und gehen Sie barfuß langsam, Schritt für Schritt über die verschiedenen Abschnitte dieses Naturpfades. Das Barfuß laufen führt zu einer Kräftigung der Fußmuskulatur. Das „schmerzhaft – wohltuende Empfinden“ am Fuß stimuliert ihren gesamten Körper und seine Organe.
- Trinkpavillon: der Park verfügt über einen Trinkpavillon. Es handelt sich dabei um oligomineralisches Wasser, das bei Verdauungsstörungen, Stoffwechselstörungen, für die Atmungsorgane, hysterische Leiden und bei Unterleibbeschwerden helfen soll. Laut der ältesten medizinischen Abhandlung von 1675 soll das Wasser Salpeter, Vitriol und eine „goldschichtige“ Substanz enthalten. Das Wasser enthält nur einen ganz geringen Teil an Mineralstoffen. Da die Schüttung sehr gering ist, wird der Brunnen auch durch jene Quellen gespeist, die bereits seit Jahren in der Anlage Verwendung finden. Bei einem Brunnenauslass fließt das Wasser über Bergkristalle aus dem Pustertal, die Lebendigkeit des Wassers wird somit wesentlich verstärkt.